Wanderwege
Die 7 Rundwanderwege auf Pellworm sind in den Orten und in der Landschaft durch gelbe Pfeile mit der entsprechenden Wanderwegsnummer gekennzeichnet.
Einen Überblick über die Fahrradrouten können Sie sich auch auf der Sport- und Wanderkarte verschaffen.
Nordostweg 12 km (Wanderweg 1)
Gestartet wird am Hafen.
Der Hafen ist der Lebensnerv der Insel. Er ist Heimathafen der Fähr-und Ausflugsschiffe, der Krabbenkutter, der Küstenfrachtschiffe und Sportboote. Im Sommer wird der Hafen auch gerne von auswärtigen Wassersportlern mit ihren Booten angelaufen.
Vom Seedeich in Richtung Westen blickend ist die von vier Warften bestandene Hallig Nordstrandischmoor, auch Lüttmor genannt, zu erkennen.
Die Vogelkoje ist ein gern aufgesuchtes Wanderziel, wo der Besucher Stille und Natur genießen kann.
Vom Seedeich des Bupheverkooges sieht man in östlicher Richtung gelegen die mit dem Festland verbundene Hamburger Hallig, den Stollberg, Nordfrieslands höchste Erhebung, sowie die kleine Hallig Habel. Deutschlandlands kleinste Gemeinde Hallig Gröde ist ebenfalls zu sehen, sowie die Halligen Oland, Langeneß und Hooge. Bei guter Sicht sind hinter den Warften von Hallig Langeneß die Insel Föhr, und hinter den Warften von Hooge die Insel Amrum zu erkennen.
Typisch für die Region sind auch die Stöpen, Durchfahrten durch alte Seedeiche mit Auffahrt (Rampe) an beiden Seiten. Neben den Stöpen lagern Bohlen, mit denen die Durchfahrt im Falle der Überflutung eines Kooges geschlossen werden kann.
Zentralweg 11 km (Wanderweg 2)
Gestartet wird am Leuchtturm.
Der Weg beginnt am weithin sichtbaren Leuchtturm. Entlang des Süderkoogsweges erreicht man nach etwa 2 km die Tilli-Mühle. Leider ist von dem ehemaligen Zwickstellholländer nur noch ein Torso übrig. Diese Mühle mit Namen Johanna stand in früheren Zeiten in unmittelbarer Nachbarschaft der Nordermühle. Seinerzeit wurde sie verkauft und zum Tilli umgesetzt.
Über einen Fußweg mitten durch die Wiesen (am Margarethenhof) und weiter an der Straße „in de See“ kommt man zum Solarfeld. Nach dieser technischen Attraktion folgt nach kurzer Wanderstrecke eine weitere Einrichtung, die für die Versorgung der Insel eine große Bedeutung hat: die Druckerhöhungsstation des Wasserbeschaffungsverbandes Nord. Unter-und oberirdische Becken speichern hier das in der Nähe von Flensburg gewonnene Trinkwasser.
Durch Tammensiels Geschäftsstraße schlendert man zum Hafen und von dort weiter zurück am Deich entlang.
Südostweg 11 km (Wanderweg 3)
Gestartet wird an der Badestelle Kaydeich.
Von hier aus führt der Weg westwärts. Dieser Interimsdeich, früher Koyedeich genannt, besteht zur Abwehr von Überflutungen. Ehemals diente er den kleinen Kuhhaltern der Tilli-Gegend als Gemeindeweide.
Binnendeichs liegt das Süderkoogstief, eine alte Grundbruchstelle, durch die der „Blanke Hans“ lange Zeit immer wieder in die Insel Pellworm eingebrochen ist.
Über den Westerweg geht es nach Tilli bis zur Mühle. Der hier abzweigende Liliencronweg führt zum Anton-Heimreich-Haus und zur Neuen Kirchen, die umgeben ist von einem parkähnlich angelegten Friedhof mit seltenem Baumbestand.
Über den Fußweg durch die Wiesen (am Margarethenhof) gelangt man nach Tammensiel. Dort liegt die Spülkuhle, das Schleusenhaus und die Entwässerungsschleuse Pellworms.
In der Uthlandestraße befindet sich neben der Amtsverwaltung auch der Kur- und Tourismusservice Pellworm und das Inselmuseum der Gemeinde Pellworm.
Über die Liebesallee, eine kleine Wohnstraße mit alten Häusern gelangt man auf dem Seedeich zurück zum Kaydeich.
Südwestweg 11 km (Wanderweg 4)
Gestartet wird an der Tammwarft.
Die Tammwarft ist die einzige Großwarft der Insel Pellworm. Auf dieser Warft stehen mehrere Gebäude, so wie es auch auf den Halligen der Fall ist. In der Mitte der Warft befindet sich der historische Fehting. Dieser Fehting diente den Warftbewohnern früher zur Trinkwasserversorgung.
In nördlicher Richtung wird nach etwa 2 km das Wahrzeichen der Insel Pellworm, die Alte Kirche St. Salvator mit der Turmruine erreicht. Von hier aus geht es nach Osten entlang des Klostermitteldeiches und der Alten Kirchchaussee, bis rechts der Weg „Tüterland“ nach Süden abzweigt. Bei Untjehörn erreicht man wieder den Seedeich. Hier befinden sich innendeichs im Westerkoog niedrig gelegene Wasserflächen, die sogenannten Pütten. Diese Pütten waren Erdentnahmestellen für den Deichbau in früheren Zeiten. Heute sind die Pütten ideale Brutplätze für Seevögel.
Ab Untjehörn sieht man vom Seedeich aus, etwas links liegend, die kleine Vogelschutzhallig Südfall. Weiter entfernt ist die langgezogene Küste der Halbinsel Eiderstedt und der Leuchtturm von Westerheversand zu erkennen.
Kurz bevor der Ausgangspunkt Tammwarft wieder erreicht wird besteht die Möglichkeit, einen Abstecher zu den Wattenmuseen am Schütting zu unternehmen.
Nordwestweg 10 km (Wanderweg 5)
Gestartet wird an der Hooger Fähre.
Von hier aus bestand in früheren Zeiten eine Fährverbindung zur Hallig Hooge. Heute dient die Anlegestelle dem Ausflugsverkehr zu den umliegenden Halligen und den Seehundsbänken.
Die Wanderung startet in östliche Richtung auf dem Deich. Von der Deichkrone aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die benachbarten Halligen und bei guter Sicht auch auf die Inseln Föhr und Amrum.
Kurz vor der Nordermühle zweigt der Weg nach rechts ab in Richtung Waldhusen. Hier kommt man am Waldhusentief vorbei. Eine Schautafel informiert über die Vogelarten, die man dort beobachten kann.
Der Weg führt von dort weiter zum Liliencronweg. An der Kreuzung Liliencronweg/Schulstraße liegt die Zentralschule der Insel, die Hermann-Neuton-Paulsen-Schule.
Die Wanderung führt über den Liliencronweg bis zur Abzweigung nach rechts in die Alte Kirchchaussee. Entlang der Chaussee und an der Westermühle rechts ab geht es zum Ausgangspunkt an der Hooger Fähre zurück.
Übrigens hat auf einem Hof am Liliencronweg der Dichter und Lyriker Detlev von Liliencron eine Zeitlang gewohnt, als er als Hardesvogt auf Pellworm tätig war. Hier soll auch das bekannte Gedicht „Trutz Blanke Hans“ entstanden sein.
Nordweg 10 km (Wanderweg 6)
Gestartet wird am Johannishörn.
Hier beginnt der Weg in Richtung Nordermühle. An der Mühle vorbei geht es Richtung Waldhusen zum Waldhusentief. Hier bestehen gute Möglichkeiten der Vogelbeobachtung.
Weiter bis zur Schulstraße, wo sich die Zentralschule der Insel befindet. Die Schulstraße führt Richtung Norden bis zum Nordermitteldeich. Dort geht es rechts ab bis zum Bupheverweg, in den links eingebogen wird.
Am Bupheverweg liegt das katholische Momme-Nissen-Haus und der kleine Flugplatz der Insel. Die Wanderung führt daran vorbei bis zur Stöpe am Norderhaffdeich. Hier wieder links einbiegen und unterm Deich entlang bis zum Ausgangspunkt am Johannishörn.
Solarfeldweg 3,5 km (Wanderweg 7)
Gestartet wird an der Amtsverwaltung.
Über den Fußweg hinter der Amtsverwaltung erreicht man den Hof Seegarden. Hier stand bis 1962 ein ehemals adliges Gut, das jahrhundertelang zu den bedeutendsten Höfen der Insel zählte. Der heutige moderne Gebäudekomplex entstand nach 1962.
Rechts ab in die Straße „In de See“ und weiter bis zum Solarfeld. Hier befindet sich Europas größtes Hybridkraftwerk. Im Informationszentrum kann man sich sehr gut über regenerative Energie informieren.
Vom Solarfeld aus führt ein Fußweg entlang dem Bekstrom und durch die Wiesen wieder zurück zum Ausgangspunkt an der Amtsverwaltung.

